Wenn ADAS- und NCAP-Manöver im Außenversuch wirklich vergleichbar sein sollen, zählt vor allem eines: Wiederholbarkeit. Freifahrsysteme schaffen dafür ein automatisiertes Setup, das Fahrerstreuung reduziert und Szenarien sauber reproduziert. So prüfen Sie Assistenzsysteme, Fahrdynamik oder Dauerläufe unter realen Bedingungen – mit klaren Abläufen, definierten Toleranzen und einer Integration, die in Ihrem Testbetrieb funktioniert.
Freifahrsysteme sind Automationslösungen, die Fahrzeuge auf dem Prüfgelände nach vorgegebenen Traces und Manövern bewegen. Das Ziel ist ein robuster, wiederholbarer Ablauf – ohne interpretierende Fahrerinputs. So vergleichen Sie Varianten, Softwarestände und Sensor-Setups sauber.
Die Robotersysteme verbinden Genauigkeit und Software-Kompetenz, damit Tests im Außenversuch reproduzierbar bleiben. Damit das im Testalltag zuverlässig funktioniert, zählt Erfahrung in Robotik, Elektronik und Software. Stähle baut darauf seit Jahrzehnten auf und verbindet Engineering, Fertigungstiefe und dokumentierte Prozesse für reproduzierbare Ergebnisse im Prüfbetrieb.
Ein automatisiertes Freifahrsystem greift nur dort ein, wo das Fahrzeug steuerbar ist. Differential-GPS zeigt die Position, Ausrichtung und Geschwindigkeit des Fahrzeugs an. Dadurch kann das System Sollwerte setzen, Istwerte überwachen und Abweichungen aktiv korrigieren.
Verfügt das Testfahrzeug über die „Drive-by-Wire“-Technologie, ist keine mechanische Betätigung der Pedale oder des Lenkrads erforderlich; der Roboter Steuerung nutzt direkt das CAN-Signal des Fahrzeugs.
Bevor Sie in die Serienvalidierung gehen, hilft eine klare Funktionskette. In der Praxis sind dabei oft folgende Bausteine relevant:
So bleibt das Setup beherrschbar – auch, wenn mehrere Teams und Fahrzeuge beteiligt sind.
Für ADAS-Tests und NCAP-Tests braucht es stabile Spurführung und Geschwindigkeit über viele Wiederholungen. Auf dem Prüfgelände werden Manöver deshalb mit festen Profilen gefahren, bis die Streuung klein genug ist, um Unterschiede belastbar zu erkennen. Für EuroNCAP-Tests sind Richtwerte wie eine hohe Geschwindigkeitstoleranz und eine Spurhaltetoleranz von ca. ±2 cm hilfreich.
Damit Sie Testszenarien sinnvoll planen, lohnt sich der Abgleich mit typischen Prüfgelände-Szenarien.
Im Alltag decken Freifahrsysteme dabei häufig diese Aufgaben ab:
Wenn mehrere Fahrzeuge parallel laufen sollen, wird swarm testing interessant. Das Prinzip: identische Szenarien, gleiche Randbedingungen, viele Wiederholungen – mit planbaren Abständen und klaren Abbruchkriterien.
Ohne Safety-Konzept ist Automation im Außenversuch nicht praxistauglich. Entscheidend sind eindeutige Zustände, definierte Stop-Strategien und eine Überwachung, die bei Fehlern in einen sicheren Zustand fällt. In der Praxis arbeiten Teams oft mit redundanten Stop-Optionen und separaten Sicherheitswegen.
Für fahrerlose oder hybride Versuche kann ein Notbremsaktuator den sicheren Stillstand absichern. Je nach Setup können zudem drahtlose ESTOP-Konzepte, definierte Stop-Strategien und eine klare Zustandslogik Teil der Umsetzung sein. Bei der Betrachtung des gesamten Automatisierungssystems ohne Sicherheitsfahrer ist der Einsatz einer alternativen und redundanten Bremstechnologie mehr als sinnvoll. Beispielsweise ermöglicht die pneumatische Redundanz das Betätigen des Bremspedals auch bei einem Stromausfall.
Sinnvoll ist, Safety nicht als „Feature“, sondern als Prozess zu betrachten: klare Testfreigaben, definierte Zonen, dokumentierte Checklisten und geschulte Bedienung.
Freifahrsysteme stehen selten allein. In vielen Projekten entstehen Hybrid-Setups: das automatisierte Fahren kann in der Forschung und Entwicklung oder in Validierungsphasen eingesetzt werden.
Aus dieser Perspektive ermöglicht der Einsatz von Fahrrobotern in den verschiedenen Entwicklungsphasen eine Verifizierung durch Korrelation. Die Ergebnisse im Labor, auf einem Rollenprüfstand und auf Prüfgelände sind vergleichbar, da sie demselben Roboterfahrmuster folgen. Jegliche Abweichung resultiert also aus einem anderen Parameter.
Der Mehrwert liegt in der Kombination: Sie halten Fahrstil, Betätigungen und Manöver konstant. So wird aus einem Versuch ein belastbarer Vergleich.
Ob Sie ein System dauerhaft integrieren oder zunächst flexibel starten wollen, hängt von Testlast, Projektlaufzeit und Umgebungsanforderungen ab. Wichtig ist, dass die Beschaffung zu Ihrem Betrieb passt – inklusive Einweisung, Integration und Support.
Ein Freifahrsystem zu kaufen bedeutet für Sie, die Automatisierung als festen Bestandteil Ihrer Prüfgelände-Infrastruktur aufzubauen. Das Setup bleibt verfügbar, lässt sich über Entwicklungsstufen hinweg konsistent nutzen und sauber in Prozesse wie Einweisung, Integration und Support einbetten. Das passt besonders, wenn wiederkehrende Manöver und eine langfristige Standardisierung geplant sind.
Die Miete eines Freifahrsystems ist eine projektbezogene Option, um ein Setup kurzfristig aufzubauen und im Realbetrieb zu erproben, ohne sich sofort langfristig festzulegen. So lassen sich Abläufe, Schnittstellen und Safety-Prozesse prüfen, bevor die interne Standardisierung final gesetzt wird. Das kann besonders sinnvoll sein, wenn Fahrzeugplattformen wechseln oder enge Testfenster eingehalten werden müssen.
Viele Teams starten mit denselben Punkten: Begriff, Technik, Einsatz und Safety. Die Antworten unten sind kompakt gehalten und sollen Ihnen eine schnelle Orientierung für die Projektplanung geben.